Mittwoch, 18. Juni 2008

Do widzenia!

so langsam heißt es auf wiedersehen sagen. in knappen 2 wochen heißt es abschied nehmen von warschau und von polen, aber vor allem von neuen freunden. zeit für einen kleinen abschlussbericht...
als erstes bleibt zu sagen: leute macht erasmus! das ist toll und wirklich eine erfahrung wert!
die letzten monate vergingen wie im flug. und alles in allem war die zeit eigentlich ein bisschen zu kurz. ich kann zwar immernoch nicht wirklich polnisch, aber dafür habe ich ganz viel gesehen...nicht nur in Polen. das reisen stand ganz eindeutig an erster stelle. abgesehen von krakau, lodz und torun. waren wir auch noch in vilnius/litauen und göteborg/schweden. beide städte wunderschön und schweden ab sofort mein neues lieblingsland :) und am wochenende wird es noch einen kleinen ausflug nach danzig geben! das meer ruft!
auch die prüfungen sind mittlerweile geschafft, alle hausarbeiten geschrieben und die uni habe ich so hinter mir gelassen. ab sofort wird also nur noch das leben genossen ;)!
das tolle an erasmus sind aber auch die leute! egal ob aus italien, litauen, tschechien, holland oder den usa. wer ein auslandsemester macht ist wahrscheinlich von grundauf etwas aufgeschlossener. ich habe auf jeden fall viele ins herz geschlossen und der gedanke an den abschied fällt da schon etwas schwerer...natürlich steht der feste plan sich gegenseitig zu besuchen!
vermissen werde ich außerdem (mehr oder weniger):
1. unfreundliche verkäuferinnen und die milchbar
2. verkehrschaos und im stau stehen
3. piwo und piroggen
4. wind, wind, wind
5. platte, platte, platte
6. die eichhörnchen aus dem lazienkipark
7. zugfahrten mit polnsichen "schnell"-zügen
8. zubrowka
9. unaussprechliche zischlaute
10. ...

also meine lieben, besucht polen, macht erasmus und geht ins ausland! cl.

Dienstag, 15. April 2008

Kraków, Toruń, łódź

Eines macht in Polen besonders Spass: Das Reisen.

Der Zug ist dabei das beste Transportmittel, auch wenn es an Feiertagen sein kann, dass plötzlich mal eine Verbindung gestrichen wird und man so den Bahnhof nach dem Aufenthalt besonders gut kennt. Aber eigentlich sind die Züge sehr verlässlich und, wenn auch manchmal etwas älteren Baujahrs, sehr empfehlenswert. Zumal Zug fahren für deutsche Verhältnisse natürlich auch etwas preisgünstiger ist. Warschau bietet dafür, dank seiner zentralen Lage, den besten Ausgangspunkt.

Am Osterwochenende, was in Polen sehr groß gefeiert wird, ging es also das erste mal raus aus Warschau. Für zwei Tage ins wunderschöne Krakau. Krakau, früher Königssitz, stellt wohl das komplette Kontrastprogramm zum boomenden Warschau dar. Die wunderschöne Altstadt, der Wawel, viele kleine Cafés und das jüdische Viertel verleihen der Stadt ein Flair, wie kaum eine andere Stadt es bieten kann. Kleiner als Warschau und reich an Kultur bietet es eine wunderbare Abwechslung zur etwas hektischen Hauptstadt.


Am vergangenen Samstag dann verschlug es uns nach Toruń. Nach etwa 3 Stunden Zugfahrt begrüßte uns die Stadt mit Regen und wie sollte es anders sein: Kälte! Trotzdem war die ehemalige Handelsstadt einen Besuch wert. Nicht nur weil wir in unserem kleinen international Team :) unglaublich viel Spass hatten, sondern auch weil Toruń unglaublich reich an gothischer Architektur ist.


Da wir ein Wochenendticket gekauft hatten beschlossen wir den Sonntag in łódź zu verbringen. Eine Industriestadt die neben dem wohl besten Museum für zeitgenössische Kunst in ganz Polen (laut meinem Professor für polnische Kunst, denn ich konnte mich davon leider selbst nicht überzeugen, denn das Museum hatte zu!), vor allem einen enormen Reichtum an Jugendstilarchitektur zu bieten hat. Auch wenn das auf dem Foto nicht zu sehen ist...


Insgesamt war es ein ziemlich tolles Wochenende, denn nicht nur in Grenoble ist Frühling sondern mittlerweile auch im Osten Europas ;)

Sonntag, 13. April 2008

Sun is shining, weather is sweet

Der Frühling ist in Grenoble angekommen. Er war zwar eigentlich schon seit Januar immer schon mal da mit immer mal wieder zweistelligen Temperaturen, aber jetzt isses amtlich, würd ich sagen: Sonne, Sonne, Sonnenbrand - mein vierter seit Januar(!)
Das schöne Wetter hat uns quasi schon dazu gezwungen die Grillsaison zu eröffnen - gleich bei mir neben dem Wohnheim ist ein großer Fußballplatz mit Wiese zum herrlichsten Abhängen einlädt.

Auch abends ist es schon schön warm und man kann wunderbar im Park mit einem Gläßchen Cidre die herrliche Grenoble-Luft genießen

Dann war letztes Wochenende auch mal wieder ein Integre-Weekend, d.h. die Studentenorganisation für ausländische Studenten in Grenoble hat ein Wochenende in Facteur Cheval organisiert - ein kleinem niedlichen Dörfchen im Bezirk Drôme. Es ist angeblich ziemlich bekannt, da dort so ein Künstler, ich hab grad den Namen nicht parat, ziemlich abgefahrene Gebäude kreeiert und gebaut hat. Hier ein kleiner Rundgang durch das Palais (man beachte bitte die Sonne und das Vogelzwitschern)

Am Sonntag sind wir geklettert - in einem Hochseilgarten. Das war echt toll! Hab ich vorher noch nie gemacht. Man muss sich entlang einer Route in den Baumwipfeln seinen Weg durch allerlei Hindernisse bahnen, sich abseilen oder von Punkt a nach Punkt b schwingen. Sehr toll, aber auch anstrengend

Am Mittwoch haben mich Nicole und Daniel besucht. Die beiden konnten es gar nicht glauben, dass hier schon alles am Blühen ist!

Nicole feierte am Freitag ihren 20. ;-) Geburtstag und wird sind nach Alpe D'Huez auf den Spuren von Lance Armstrong und Fausto Coppi (Hab ich mir voll gemerkt, Daniel ;-)
Leider war das Wetter nicht so schön, aber wir haben uns ne schöne sonnige Stimmung gemacht:

Diese Woche sind Ferien, dann gehen die Klauren wieder los - die erste habe ich schon geschrieben, war ok - on verra :-)

Dienstag, 25. März 2008

Schnee

In Grenoble ist der Winter zurück. Das ist einerseits ganz nett, weil man noch ein bisschen länger Skifahren kann, aber andererseits auch echt ätzend: ich mein, es ist Ende März, wir haben globale Erwärmung, Grenoble ist ein Melting Pot...Eigentlich müssten hier langsam mal ein paar Palmen wachsen! ;-)
Zur nicht so schönen Seite des Schnees: Am Freitag war ich nocheinmal Skifahren in Les Deux Alpes - als ich das letzte Mal mit Anne dort war, hatten wir super geiles Sonnenwetter und 1a Pistenverhältnisse. Als ich letzten Freitag morgens um 6 zum Skifahren aufgewacht bin und aus dem Fenster schaue, denk ich so: "Krass, mein erster Schnee hier!" Seit ich hier in Grenoble bin, war eigentlich immer gutes Wetter, die Sonne scheinr fast immer, manchmal sieht man Leute im T-Shirt oder kurzer Hose rumlaufen. Und diesen Freitag schneit das - und das nicht zu knapp. Das musste ich gleich mal dokumentarisch festhalten:

Halb Acht gings mit dem Auto nach 2 Alpes. Wir waren ja erst etwas besorgt, dass es übel voll wird wegen den osterlichen Skitouristen - aber wie sich rausstellte, war das die geringste Sorge: in 2 Alpes schneite es nicht einfach nur, es stürmte! Oben auf dem Berg angekommen konnte man trotz Skibrillen fast nichts sehen. Der Schnee peitschte einem so stark vor das Gesicht, dass es sich wie kleine Nadelstiche anfühlte. Die Saison ist ja schon fast zu Ende, sodass die Pisten eigentlich schon nicht mehr besonders gut sind, d.h. alles ist vereist und man rutscht mehr als dass man fährt. Unter dem gefallenen Neuschnee waren also nachwievor die Eisplatten: Das "Skifahren" war ein einziger Kraftakt - bei jeder Kurve musste man fast schon mit den Skiern umspringen um überhaipt rumzukommen. Gleichzeitig fuhr man quasi blind und ist nach (nicht immer) gelungener Kurve erst mal zwei Meter gerutscht. So kam es auch dass ich an diesem Freitag mehr liegend als fahrend im Schnee verbracht habe :-)
Dann hab ich auch noch meine geile weiße Sonnenbrille aus Paris im Skilift vergessen - arghhhhh!!! Mein schönes Paris-Andenken!! Ich weiß selber nicht warum, aber irgendwie wusste ich noch die Nummer von der Gondel erinnern und zum Glück konnte mein geiles Teil noch wieder gefunden werden:

Das war echt der krasseste Skitag bisher - die Beine ahebn ordentlich geschmerzt den nächsten Tag. Ich bin, gerade was Skifahren angeht, ja auch mehr eher so Ästhet statt Athlet ;-)

Zur schönen Seite des Schnees: Am Wochenende war ja Ostern. Die ERASMUS-Leute aus Deutschland hatten die Idee einen kleinen Osterbrunch am Sonntag zu veranstalten, so gegen halb zwölf. Erst dachte ich so - ob das klappt, denn Samstag war noch dicke Geburtstagsfeier von Maria aus Spanien mit anschließender Dancing-action. Aufstehen war am Ende aber dann gar nicht schlimm, denn D.A.N.C.E. hat leider nicht geklappt: Wir sind nämlich nicht in den Scheiß Club reingekommen - und es lag nicht an unseren Schuhen ;-) Dieses Club-Ding war ein Paradebeispiel für nicht funktionierende französische Organisation: Die MC2-Bar ist so ähnlich wie der Polyester-Club oder die Haifischbar (nur mit 200 Leuten statt 1000 ;-) In Deutschland gibt es Security-Menschen, die Leute in eine Schange bringen. Es gibt einen ausreichend großen Eingang mit Security davor. In Deutschland ist man dann meistens irgendwann drin und kann ungefähr absehen, wie lang man ansteht. Nicht so in Frankreich: Eine Riesenmenschenmasse drängt auf einen minikleinen Eingang, jeder will rein, keine Schlange, nur die Größten kommen durch, die Kleinen werden niedergetrampelt. Mitten im Gewühl drängt auf einmal die komplette Masse nach vorn. Und plötzlich wieder nach hinten, Leute fallen hin. Wie bei einem Festival, wenn eine Band gerade anfängt zu spielen. Jedenfalls haben wir es dann aufgegeben. Leute haben uns erzählt dass sie schon 1,5 Stunden anstehen... Naja, aber zurück zum Osterbrunch: Ganz toll! Wir haben traditionell Eier gekocht und bemalt - allerdings mit Edding. Die Franzosen kennen das Eierbemalen mit Eiermalfarben nicht und kucken einen im Supermarkt auch ganz entgeistert an, wenn man danach fragt: "Warum wollt ihr Eier bemalen???"
Ein kleiner Rundgang durch unser Osterbuffet:

Ganz französisch: mit Crêpes, Baguette, Croissants, lecker Erdbeeren, Rührei... echt geil!

Ich hoffe, ihr hattet auch ein schönes Ostern. Bei mir taut der Schnee seit heute zum Glück wieder ein bisschen. In zwei Wochen habe ich meine erste Klausur in Organisationssoziologie. Das wird hart - aber Dabeisein ist alles :-D

Paris


Ist zwar schon ne Weile her, aber ich wollte mnochmal ein bisschen was von meinen Paris-trip im Februar erzählen. Man schreibt ja so nen Blog auch ein bisschen für einen selber, um sich auch ein bisschen an die Erlebnisse zu erinnern.
Wir hatten ja im Februar ne Woche Ferien und jeder überlegte, was man so machen könnte. einige tendierten stark zur normandie, aber das war mir zu historisch und zu intellektuell. und zu teuer. lieber schön in die großstadt. schnell hat sich auch eine gruppe von leuten gefunden, die auch lust auf großstadt hatten: paris! wir, also jasmin, bernd und ich, alle deutsch, daisy aus kanada und victoria aus australien. für paris gabs noch nen anderen coolen anreiz als nur den big-city bonus: simian mobile disco! am 16.2. spielten sie im pariser club showcase: umsonst!!
wir sind mit dem zug gefahren und nach drei stunden kamen wir an. wir hatten für diesen samstag leider keinen hostelplatz mehr gefunden, aber wir hatten nen guten plan: durchmachen!
nach einem fettigen chinesischen essen sind wir zum seine-ufer und haben in herrlichster pariser kulisse am abend schön mit wodkacola vorgeglüht.

das war auch nötig, weil die getränke in dem club sauteuer waren: 10€ für ein glas wein. naja, aber der eintritt war ja umsonst. der club war echt abgefahren: er lag mitten unter einer sehr brühmten brücke in paris (pont alexandre III) im showcase hatten sie unglaublich beeindruckende lichtinstallationen. da kann das centrum oder das kulturbundhaus nicht mithalten ;-)
als vorband haben the whip gespielt. sehr neu, aus UK. eine elektroband - mit gitarren! die waren echt toll und haben mir direkt besser gefallen als smd! sehr coole lieder! sie haben am ende cd's ins publikum geworfen - und wer hat eine gefangen? der fuchs natürlich ;-)
dnanach: smd!

die waren tierisch krass: ein riesengroßer turm an euqipment in der mitte der bühne und zwei typen die ständig um das ding gerast sind und tausend knöpfe und regler bedient haben. hin und wieder hat sich einer zum publikum gedreht und sich feiern lassen. die lichtshow war vielleicht noch abgefahrener als die musik. ich hatte bestimmt ein drittel des konzerts die augen zu, weil einen die 1 million kilowatt aus den glühbirnen von strovoskopen und lasern sonst weggeflasht hätten.
hinterher war noch dj-set. um fünf war so allgemeines aufbrechen. wir sind dann durch paris, am louvre vorbei und haben crêpes gegessen (diese buden haben echt 24/7 auf - allerdings sind die typen, die man nachts halb sechs dort trifft echt gruselig) wir sind dann richtung bhf wo wir unser gepäck verstaut hatten und haben uns noch für zwei stunden in café am bhf gehangen bevor wir dann ins hostel sind. wir mussten noch bis mittag durchhalten bis die uns in die zimmer gelassen haben, aber wir konnten im tv-raum pennen. das war ein langer tag...
an dem sonntag sind wir noch zu sacre coeur und montmatre - das lag gleich um die ecke. top lage für schmales geld, 14€ die nacht. wir mussten zwar jeden tag die zimmer wechseln aber so hatten wir immer frische bettwäsche. auf montamtre hab ich mir dann noch ein hemd in nem second hand shop gekauft.
abends waren wir lecker indisch essen. das war toll: zum ersten mal richtig gutes vegetarisches essen! die franzosen habens nicht so mit ohne fleisch - reine fleischfresser.
nächsten tag haben wir touritag gemacht. notre dame, champs eylsee, tryumphbogen. echt toll, wir hatten auch super sonniges wetter - auch wenn es in paris wesentlich kälter war als in grenoble. wir sind dann noch auf einen markt, wo man klamotten und allerlei tand und nippes und antiquarisches in großen passagen kaufen konnte. dort hab ich mir die weiße sonnenbrille gekauft. es war ein sehr hippes viertel und neben montmatre auch das einzige wo ich mir ernsthaft vorstellen könnte zu wohnen. montmatre ist sogar bezahlbar: victoria, die australierin, hat drei monate in paris gelebt und gearbeitet. und sie hat in montmatre gewohnt - in einem studio wie man hier sagt, für schlappe 300€.
abends sind wir sind dann spontan zum eiffelturm und sind mit dem lift hochgefahren - das war toll! paris bei nacht!

zurück sind wir mit der metro, wir haben allerdings die falsche bahn erwischt und waren plötzlich außerhalb von paris... zum glück konnten wir noch die letzte bahn erwischen, sonst hätten wir echt ein problem gehabt, immer das gleiche mit paris und den bahnen... ;-) die nacht im hostel war krass: bernd und ich haben in einem zimmer mit 13 (!) anderen leuten geschlafen. mit dabei fünf übelst straffe italiener, die noch ein bisschen rumgelabert haben. die heizung ist die ganze nacht durchgelaufen, boah war das ne heftige nacht.
am dienstag sind wir nochmal zum sacre coeur und haben dort auf der wiese vor der kriche gefrühstückt. richtig französisch, mit baguette, fromage und ein bisschen sekt.

dann gings zum centre pompidou, einem sehr schönen viertel mit vielen tollen geschäften: shopping! ich war in nem frz h&m und dann noch in ein paar second hand läden. hab gut zugeschlagen! das war ein sehr schöner tag: schön sonnig. in dem viertel gab es eine schlittschuh-feld wo die ganzen pariser styler rumgefahren sind. die mädels sind dann noch in ein museum und bernd und ich sind dann noch ein wenig durch das luxusviertel von paris spaziert: krawatten für 300€... unnormal.
abends waren wir noch äthiopisch essen. die restaurant kultur in frankreich fetzt: man kann ganz normal ein gericht bestellen oder man nimmt ein platte für 15€, die ist übelst groß und reicht locker für zwei. so kann man locker für 10€ in restaurant zum essen gehen. äthiopisch war interessant: man ist mit den händen. es gibt so sauerteigfladen, die man in verschiedene soßen tunkt oder mit beilagen belegt. sehr lecker und üppig!
mittwoch gings zurück. wir hatten allerdings ein bisschen panik, weil wir leicht spät dran waren. fünf mintuen vor offizieller abfahrt saßen wir auf unseren plätzen. immer dieser stress. den hätte man sih gar nicht machen brauchen, denn: wir sind ja in frankreich - die bahn ist erst ne viertel stunde später losgefahren. auf die franzosen ist eben verlass ;-)

Donnerstag, 20. März 2008

Mein erster Monat in Polen...

...oder von wind, knoblauch und tulpen.
nun bin ich schon einen guten monat hier. mittlerweile habe ich die stadt ganz gut im überblick, auch wenn mir noch so einige puzzelteile des stadtplanes fehlen. ein bisschen routine hat sich durch die uni auch eingestellt und das urlaubsgefühl der ersten tage ist nicht mehr ganz so stark da. der polnische alltag ist aber trotzdem noch sehr spannend für mich. leider hat sich die wetterlage noch nicht wirklich gebessert. grau ist die dominierende farbe des himmels. und wind/schnee/regen die dominierenden wetterlagen. doch man gewöhnt sich ja an alles irgendwann :) dafür habe ich viele nette leute kennengelernt die für gute laune sorgen. egal ob auf erasmuspartys oder beim gemeinsamen kochen. ein besonderer tag in polen ist übrigens der 8. märz. denn da ist frauentag und der wird in polen noch richtig gefeiert. überall sieht man frauen mit tulpen oder rosen in der hand durch die strassen laufen. und auch ich habe eine tulpe geschenkt bekommen. und das sogar von einem echten polen. piotr veranstalte zusammen mit seinem deutschen mitbewohner jörg eine kleine wg-party an diesem tag und hat jedem weiblichen gast zum abschied eine gelbe tulpe geschenkt. und so auch mir :)
eine weitere feststellung des letzten monats: essen in polen geht nicht ohne czosnek (=knoblauch). knoblauch ist hier überall. und es gibt kaum gerichte wo er nicht drin zu finden ist. selbst knoblauchkäse ist normal.
am kommenden wochenende ist der wichtigste tag des jahres für die polnische bevölkerung. denn da diese ja größtenteils streng katholisch ist, ist ostern das höchste fest des jahres. jeder fährt zu seiner familie und steckt schon jetzt mitten in den vorbereitungen. ich werde die freien tage nutzen um nach krakau zu fahren und mir die wohl schönste stadt polens anzuschauen. nur vor ostermontag habe ich ein bisschen angst. der wird nämlich hier auch Smigus Dyngus genannt, der tag des wassergießens. und meine mitbewohenrin ula meinte zu mir: das man da besser nicht auf die strasse geht, weil alle sich mit wasser bespritzen und teilweise ganze eimer über einen kippen würden...naja ich bin gespannt und euch wünsche ich ein frohes osterfest :)

Samstag, 8. März 2008

uni auf polnisch!

meine erste uniwoche ist nun vorbei. insgesamt belege ich hier neun kurse und habe zusätzlich dazu zweimal die woche polnisch. ich werde hier also aller voraussicht nach noch zur vorzeige-studentin, denn ich glaube soviele kurse habe ich in den letzten drei semestern nicht zusammen gemacht...insgesamt ist die uni zeimlich verschult kleine 'klassen' mit im schnitt 15 bis 20 teilnehmern, die nur manchmal fragen beantworten bzw. stellen sollen.
relativ schnell merkt man, dass man an einer privatuni ist. im mädchenklo gibts stau, weil die mädels alle ihre frisur im spiegel prüfen müssen und schauen ob die dolce&gabana-handtasche auch wirklich zum armani-jäckchen passt was sie heute tragen.
wirklich cool ist allerdings die internationalität des collegium civitas. neben den 'normalen' erasmusleuten studieren hier menschen aus nigeria, usa, ghana, pakistan, lybien, kachastan, belgien, kongo, ungarn,...etc.
das hausarbeitschreiben bleibt mir auch hier nicht erspart. ebenso wenig wie abschlussklausuren und mündliche prüfungen. naja michel würde sagen: "every advantage has it´s disadvantage!". recht hat er ;)

Samstag, 1. März 2008

Anne war in Grenoble


... und übernimmt für die letzte Woche die Federführung der französischen Berichterstattung.
Kurzes Fazit: super chuette
Lang: GRenoble ist toll, Berge sind toll, Feiern ist toll - ich hab Lust auf Erasmus.
Herzlich hat mich Olli am Samstag am Flughafen in Empfang genommen. Als erstes war ich erstaunt von der unglaublichen frühlingshaften Wärme hier: 20 Grad und Sonnenschein im Februar sind absolut keine Seltenheit. Problem an der ganzen Sache: damit hatte ich nicht gerechnet und war nicht dementsprechend ausgestattet.
Die Woche verging wie im Flug. Absolutes Highlight war Skifahren am Mittwoch. Nach einer fast durchfeierten Nacht sind wir um 6 aus den Betten geschlüpft um gen "Deux Alpes" zu fahren - eines der größten Skigebiete der Region. Nach anfänglichen Schisshasen-Attacken haben wir uns schnell mit den Brettern angefreundet. Fällt auch nicht schwer in 3600m Höhe, mit strahlend blauem Himmel, -6 Grad und einem Postkartenpanorama. Wir nahmen eine Abfahrt nach der nächsten, machten dabei beide mal Bekanntschaft mit dem Schnee aus Bodenperspektive und verdrückten ein Tränchen, als wir die letzte Abfahrt nahmen.



Am DOnnerstag haben wir Victoria, einer Australierin, bei dem Transport ihres neuerworbenen Kühöschranks geholfen. Was wir vorher nicht wussten: der gefühlte 2 ZEntner schwere "frigo" musste via Straßenbahn durch die ganze Stadt transportiert werden. Wir brauchten 3 Anläufe, in eine Straßenbahn zu gelangen: in die erste durften wir wegen des Frigos gar nicht erst einsteigen, die 2 gab während der Fahrt den GEist auf und die dritte brachte uns dann schließlich zu Ziel. Beim Baumarkt klauten wir dann einen großen Wagen um den Kühlschrank zum Wohnhim zu karren und dort dann die Treppe hochzuschleppen.... Alles nicht so leicht....

Ansonsten waren wir viel in der Stadt und Umgebung unterwegs und Abends auf Erasmus Partys, hatten viel zu lachen und zu erzählen.
Auch wenn es mir schwer fällt wieder heimzufahren, freu ich mich jetzt auf (m)ein weiches Bett zuhause...

Freitag, 29. Februar 2008

meine kleine feldstudie...

da ich ja bekanntermaßen soziologin bin und damit das privileg habe in meinem studium fundierte kenntnissse über die methode der 'teilnehmenden beobachtung' erworben zu haben, hier die ersten untersuchungsergebnisse. diese müssen natürlich im laufe der kommenden monate weiter empirisch geprüft und möglicherweise falsifiziert werden.

1. die polinnen sind sehr hübsch. brauchen dafür aber auch gerne mal eineinhalb stunden im bad!

2. in warschau ist es sehr windig! die kalten ostwinde zerstören jeden ansatz einer frisur :)


3. die warschauer lieben hunde.

4. die geschichte des zweiten weltkrieges spielt bis heute eine sehr große rolle für die warschauer. zu deutschland scheinen sie doch ein gespaltenes verhältnis zu haben. (uwaga niemcy = achtung deutschland)


5. die polen essen viele komische dinge. aber auch viele leckere. sie lieben fleisch und kapusta (=kraut).

6. man gewöhnt sich schneller an plattenbauoptik als man denkt. ist halt auf unbestimmte weise doch irgendwie charmant.


7. die polen können nicht auto fahren.

8. die polen sind keine umweltschützer. denn sie trennen keinen müll. benutzen für alles plastiktüten. weswegen ich mit meinem stoffbeutel an der supermarktkasse immer auffalle! und ich habe in den fast zwei wochen hier, bisher ganze 2 fahrradfahrer gesehen.

9. die polen sind sehr gastfreundlich.

10. die polen trinken viel alkohol.


11. polnische kunstmuseen sind manchmal gewöhnungsbedürftig. und es gibt nicht gerade viele von ihnen.

12. polnische studentenausweise sehen etwas oldschool-mäßig aus.


13. kurz: polen ist toll! :)!

Dienstag, 19. Februar 2008

Jestem w warszawie!

Ich bin in Warschau! nach über 8 stunden zugfahrt und einem fast verpassten zug in leipzig bin ich nun endlich in warschau, der polnischen haupstadt.

meine erste erkenntnis ist: plattenbau ist nicht so schön :) hat aber auch irgendwie seinen eigenen reiz. man muss schon sehr auf sozialistische architektur stehen um die bebauung dieser stadt gut zu finden.


wenn man den hauptbahnhof nachts um elf uhr verlässt und vor einem der kulturpalast im nebel liegt, kommt zwar zuerst mal die frage auf: was hast du dir nur bei polen gedacht? die ist aber spätestens dann vergessen, wenn du in deiner neuen wg-küche mit ula und ola, meinen neuen mitbewohnerinnen, herbata (= tee) trinkst und über die polnische lebensart plauderst.

nachdem ich heut auch feststellen durfte, das busfahren hier teilweise fast an selbstmord grenzt. Denn es heißt: immer gut festhalten! habe ich auch schon ein paar wenige neue wörter polnisch gelernt!


ich hoffe euch gehts genauso prima wie mir! und ihr plant hoffentlich auch schon fleißig eure besuche bei mir und ula und ola :) ich sage: na razie - bis bald :)

Dienstag, 12. Februar 2008

Der erste Monat!


Salut, salut! Heute bin ich seit einem Monat in Grenoble. ich kann sagen dass ich mich auf jeden fall eingelebt habe und mich hier wohlfühle. ich kann echt jedem erasmus nur wärmsten ans herz legen.
leider bin grad ein bisschen angeschlagen - hals, nase, kopf und beine schmerzen ein bisschen. das geht hier anscheinend etwas rum. hab mir bestimmt am montag im wöchentlichen EVE-Kino was weggeholt - es ist immer so kalt dort. aber die solidarität unter den erasmusens bleibt ungeschlagen: wurde schon gut mit diversen arzneien aus belgien versorgt. eigentlich ist heute integre party wie jeden dienstag, wollte eigentlich auch voll gern hingehen und ein bisschen den einmonatigen begießen - aber naja, schon ich mich halt ein bisschen und schreib mal so die ereignisse der letzten beiden wochen:
vor zwei wochen war das heiß ersehnte weekend en montagne! die tolle studentenverbindung hatte eine nette kleine herberge in den bergen von st. martin für uns angemietet. am samstag um acht sollte ein bus vom campus aus dorthin starten. ich hatte mir mein handy auf dreiviertel sieben gestellt. wollte noch alles schon in ruhe packen, duschen und haare waschen, vielleicht nochmal kurz das zimmer durchwischen (naja, das dann vielleicht doch nicht :). nächsten früh werd ich so wach schau aus dem fenster und denke so: och mensch, schon ganz schön hell für dreiviertel sieben. ein blick auf das handy verrät mir: scheiße, es ist fünf vor acht. kaum bin vor schreck aus dem bett gejumpt, rummst es auch schon an meiner tür - "ey, olli - aufstehn!" ich war mit kim, der belgierin und tina, einer deutschen erasmusstudentin dreiviertel acht vor dem wohnheim verabredet. ich mach so die tür auf und kim fängt erst mal an zu feiern. so nach dem motto: war ja voll klar, man hätte echt drauf wetten können :-D wie auch immer: ich schnapp mir schnell meine große einkaufstasche in der ich lichtgeschützt zwiebeln und kartoffeln aufbewahre ;-) , kippe sie auf dem boden aus und beginne innerhalb von drei minuten alles in die tasche zu stopfen was mir in die hände kommt. ich war anscheinend nicht ganz herr meiner sinne, denn im nachhinein hab ich festgestellt, dass ich vier paar socken, drei schlüppies, zwei hosen, drei tshirts, drei pullover eingepackt habe - wohlgemerkt: wir waren nicht mal zwei tage dort :-) schnell noch das sixpack heineken unter den arm geklemmt und dann sind wir auch schon zum bus gerannt. zum glück machen die franzosen echt aus allem ne ruhige sache: wir waren 8h15 da, losgefahren wir sind wir irgendwie erst um neun...
nach langer fahrt, straßen waren wegen schnee und unwetter gesperrt, sind wir dann irgendwann angekommen. auf den stress erstmal ein heineken - prost! nach dem mittag sind wir dann einen berg hinaufgeklettert. auf dem lag schnee. viel schnee. und ich hatte nach ungefähr ner viertelstunde nasse füße - so sindse halt die städterkinder: "schnee? ham'wer nüsch! wanderschuhe? wieso? die turnschuhe reichen doch!" naja, jedenfalls hat der tolle blick hochoben auf dem berg wirklich die nassen füße entschädigt! ich kann jetzt leider gar nicht sagen wie hoch wir waren, aber wir waren auf einem berg! ganz oben, also fast. man konnte nicht bis ganz hoch, denn da war der weg dann zu ende. nur so bis zur hälfte. aber man konnte trotzdem ganz toll kucken! obwohl es ein bisschen nebelig war.
wieder zurück auf der hütte war erstmal relaxen und socken auswringen angesagt. Gegen Abend sollte dann auch bisschen fasching gefeiert werden. Jeder hat im vorfeld eine maske bekommen, die lustig beklebt und bemalt werden sollte. auch kostüme sollten mitgebracht werden. naja, ich war da ein bisschen unkreativ und hab fünf minuten vor partybeginn noch schnell das heinekenlogo draufgepappt - bisschen sehr assi, ich weiß... :-) dafür waren die anderen umso einfallsreicher: von lara croft bis zum unglaublichen hulk und zwei personen die sich als bäume umfunktioniert haben - sehr beeindruckend! dann war D.A.N.C.E. angesagt, allerdings waren wir alle sehr vom wandern geschafft, sodass wir alle schon ziemlich zeitig die segel streichen mussten. mir gings im bett dann irgendwie nich so gut - hatte mir glaub ich was weggeholt auf dem berg und die nudeln vom abendbrot haben ordentlich alarm in meinem bauch gemacht. umso schlimmer dass dann um drei irgendwelche oberstraffen kunden von integre in jedes zimmer marschieren und mit suppenkellen auf pfannen rumkloppen. hatte ein bisschen was von klassenfahrt - äußerst unlustig. beim ersten mal denkt man sich so: ok, schön, was'n spaß für euch und jetzt verpisst euch. beim zweiten mal zehn minuten später dann allerdings nicht mehr: mein zimmergenosse bernd ist dann richtig ausgerastet und hat den integre leuten irgendwelche geilen fiesen sprüche auf deutsch reingedrückt. als die sich dann endlich verpisst haben, haben wir bestimmt noch halbe stunde abgefeiert: es war echt so absurd - die rennen da zweimal in unser zimmer rein, kloppen auf irgendwelchem geschirr rum, verschieben irgendwie noch unsere betten und bernd scheißt die volles rohr auf deutsch an und klotzen nur voll dämlich :-D
nächsten früh, alle leicht verkatert von dieser leuten nacht, war nach dem frühstück schneeschuhwandern bzw. skilanglauf angesagt. wegen der sorge vor nassen füßen hab ich mich dann schnell noch für langlauf entschieden. und diese entscheidung war echt super: es war traumhaftes wetter, überall schnee, überall berge! wir waren zum glück nicht sehr viele langläufer - der skilanglaufzauber konnte anscheinend nicht alle infizieren - sodass wir schön gemütlich eine kleine zweistündige tour gemacht haben. nach einer stunde und zweimal hinfallen hatte ich dann auch ein bisschen diesen langlaufstil etwas drin. hach war das schön - sonne, sonne, schnee und berge! ein traum! nach dem mittag sind wir dann noch eine kleine runde gefahren und waren auf stolzen 1350 Metern Höhe. kann sich doch sehen lassen! insgesamt sind wir ungefähr 18km gefahren - gut, ge! dafür, dass es das erste mal nach zehn jahren war, als mich meine eltern das letzte mal durch den thüringer wald auf langläufern gescheucht haben :-)
am montag haben mir dafür auch ordentlich die beine wehgetan - man ist echt nix gewöhnt. egal, das wochenende war echt schön.

am dienstag war mal wieder eine weitere integre aktion: ein abend mit vin et fromage! für schlappe acht euro konnte man viele leckere weine und dazu passende käsesorten verkosten. zuvor gab es eine kleine einführung in die kunst der weinverkostung. top qualifiziert sind wir dann die wein- und käse tische nacheinander abspaziert. leckerer weißwein aus der region rhône-alpes, ein leckeres tröpfchen rotwein mit dazu passendem camembert. lecker schmecker. nach geschätzten zehn weinen sind wir dann beim champagner(!) versackt. der war mal richtig toll! wir waren so fünf leute: zwei spanier, zwei weitere deutsche und ich. wir sind immer jeder nochmal hingegangen und haben für alle nachschub geholt: wenn man selber immer wieder hingegangen ist, hat man irgendwann nix mehr bekommen. aber unsere strategie ging eins a. so kurz vor ende kam dann maria, der spanierin, eine zündende idee: "die haben soviel wein gekauft, das kriegen die im leben nicht leer. bernd und du, ihr feiert doch am donnerstag euren geburtstag - los, komm wir nehmen ein bisschen dafür mit." tja, und so haben wir dann, etwas in der hemmschwelle durch den wein gesenkt, vier pullen edlen rotwein dort geklaut. das war die rache für diese pfannenaktion vom wochenende. am gleichen abend war noch faschingsparty im EVE, unserer Campus-stammkneipe. ein netter mensch von integre hat uns dann sogar noch die stempel dafür gegeben! im eve war es wie immer sehr toll - schöne musi, billiges bier - top! allerdings war mal wieder um eins schluss. die franzosen, ey...
am donnerstag haben bernd und ich dann noch unseren geburtstag nachgefeiert. bernd hat sogar eigens dafür noch ne inetseite gebastelt (birthdaybash-grenoble.de.vu) für 50€ haben wir uns im lidl gut eingedeckt mit allerlei party zeugs. stattfinden sollte das ganze bei mir in der küche im wohnheim. im vorfeld haben wir so ziemlich jedem erasmus-menschen bescheid gegeben, den wir kannten. wirwaren daher auch ein wenig besorgt, wie voll es am ende werden würde... 20h30 war es dann soweit. bilder sind im studivz bzw. facebook zu bewundern. wir waren glaube ich zur besten zeit 32 leute. da geht ja noch. gegen um zehn wollte uns dann das studentwerk einen strich durch die rechnung machen: da kam so'n typ in die küche rein und wollte unsere genehmigung für die "soiree" sehen. "ham'wer nüsch!" partys müssen aber angemeldet werden. "ups..." naja, er hat dann mit sich reden lassen und hat uns dann im nachhinein noch eine genehmigung ausgestellt. auf dieser stand allerings: offizielles ende - 23h30... die franzosen, ey. ok, es war mitten in der woche, aber es war donnerstag und freitags hat man eh keine vorlesungen :-) außerdem war eh übelst viel in den wohnheimen los, weil chinesisches neujahrsfest war. und die chinesen wussten auch nicht dass man ne partygenehmigung braucht. letztenendes konnten wir sogar bis um eins machen. um eins... die franzosen, ey ;-) war aber insgesamt eine sehr schöne geburtstagsfeier! nachdem mein geburtstag ja hier erst nicht so der hit war, hab ich umso mehr über unsere kleine fête gefreut!

das war es erstmal soweit. man liest sich später, viele grüße, euer,
o.

Montag, 4. Februar 2008

die ersten vorbereitungen...


obwohl es nun noch knappe zwei wochen sind habe ich gestern mit ein paar lieben freunden einen kleinen abschiedsbrunch veranstaltet. bei frischen brötchen, bagels, kuchen, pizza, salat und schokopudding wurde über polen gefachsimpelt und der reiz osteuropas diskutiert. außerdem habe ich ein kleines polen-überlebenspaket geschenkt bekommen und ein schönes notizbuch für all die spannenden erlebnisse. danke :)
nachdem dann aber das letzte brötchen gegessen war, hieß es kisten packen. all die bücher, cd´s, klamotten und fotos wurden bis nachts um zwei verstaut und dann heute ins auto geschleppt und lagern ab sofort bei meinen eltern auf dem dachboden. jetzt bleibt mir also nur noch den rucksack zu packen, das zugticket zu buchen und den reiseführer zu lesen :)

Donnerstag, 24. Januar 2008

Grenoble - je t'aime!

Tachschn, liebe Landsleute! Ein kleines update aus grenoble! Ich bin ja jetzt nun schon seit fast zwei wochen hier und ich muss sagen: Es fetzt! Grenoble hat's mir echt angetan! was für eine tolle Stadt!
Letzte Woche war ja Uni-technisch noch nicht viel los. Die Professoren haben gestreikt - na die trauen sich was. das soll mal ein deutscher hochschulprof bringen. ich hab gehört, dass die arbeitskämpfe hier sogar mit krassen mitteln ausgefochten werden: angeblich ist der dekan mit nem mülleimer auf irgendwelche bullen vor der uni losgegangen - was fürn krasser checker, aber mülleimer ist ma echt uncool! angeblich gibts da ein video von bei youtube - ich werd recherchieren!
Da keine uni war, hieß es relaxen und grenoble und andere leute näher kennenlernen. das macht man besten in den vielen bars in der city. mit meinen zwei neuen belgischen freunden kim und kristel aus antwerpen bin ich am mittwoch in die rootsbar! in grenoble gibt es eine studentengruppe die jede woche partys, treffen, konzerte etc. für die ausländischen organisiert. jede woche ist in irgendeiner bar "integre", bei dem erasmusstudenten bier für zwei euros kriegen. juhu, erasmus! in der rootsbar war unglaublich viel los. es war so sauvoll, es ging gar nicht! überall standen und saßen leute und haben sich in allen sprachen zugeprostet! wir haben dann auch noch ein kleines fleckchen gefunden und uns etwas "socialized", sprich: leute angequatscht. irgendwie waren echt viele deutsche da. aber irgendwie waren die auch echt alle doof: ich so:"hey, na, kommste auch aus deutschland, is ja cool", die so:"äh, ja, äh, hab jetzt irgendwie kein bock auf reden, frag mal ihn" - ok - ich also zu ihm:"na kommste aus deutschland? von wo denn?" er so:"hannover, und du?" ich so:"leipzig" er so:"aha..." - hmmmm - und dann hab ich noch jemand gefunden:"hallo, ich komm auch aus deutschland, bin gerade erst angekommen." sie so:"mh, schön. ich bin schon seit nem halben jahr hier und will jetzt gehen. frag mal ihn, er ist noch ein bisschen länger in der bar." ende des gesprächs. hmmm, komsiche deutsche...
ansonsten war die rootsbar echt witzig - die spanier gehen echt richtig gut ab! cooles partyvolk!
Am Donnerstag war dann internationales Kochen. Jeder sollte was typisches aus seiner heimat kochen und mitbringen. Ich hab Bratkartoffeln gemacht! Auf der Party waren dann auch wieder etliche aus der Rootsbar, sodass man schon ein paar leute grüßen konnte. Die leute haben echt geile sachen gekocht! zum "nachtisch" gabs dann noch kuchen - allerdings einen besonderen: in jedem kuchen ist eine kleine figur versteckt gewesen, und wer das stück mit der figur findet ist der könig (des kuchens?) und bekommt eine krone. ich hab mir dann auch irgendwann ein stückchen geholt und ihr könnt euch sicher schon denken, wer die krone abgeräumt hat - bin halt'n fuchs ;-)
Diese Party war auch echt toll. Ich hab auch so ein bisschen den Eindruck, dass je später der Tag bzw. Abend und je mehr Bier und Wein geflossen sind, desto leichter ist es auch französisch zu reden. morgens krieg ich echt keinen geraden satz raus. achja eine story auf der party war auch noch witzig: da war so'n typ aus pakistan. ich so mit ihm gequatscht, er mir so alles von sich erzählt, was er so macht, was er studiert, warum hier ist, wie's ihm gefällt... dann wollte ich grad angefangen von mir zu erzählen und hab auch gerade so meinen zweiten satz beendet, da dreht der sich um und geht. echt abgefahren der typ, der hat bestimmt einen haufen freunde!
am WE scheint am campus immer ein bisschen tote hose zu sein. die meisten franzosen fahren heim und im wohnheim ist echt alles tot - bis auf meine étage! meine korridor-clique geht gut ab: das sind so sechs, sieben franzosen die machen hier immer ordentlich session: am samstag abend komm ich so vom kneipenbesuch mit meinen belgiern wieder, da sitzt die groupe de la residence n°1 in der küche am gemeinschaftstisch und ist ordentlich am feiern. ich geh so vorbei und man lädt mich herzlich auf nen "jack" und den "tequi" ein - na sacht man nich nee, wa! war echt ne heitere stimmung, alle haben gelacht und gequatscht. und ich hab echt kein wort verstanden - ey, französisch ist echt krass. war aber trotzdem echt ganz lustig!
sonntagmorgen bin ich auf den markt. lecker frisches gemüse kaufen, weil ich abends mit meinen belgiern zum kochen und zu anschließendem kino verabredet war. die märkte in grenoble sind echt toll. es gibt jeden sonntag an jedem größeren platz einen, die stände sehen alle richtig toll aus, alle reden voll cool französisch und sind unglaublich nett zu einander, ein richtig schönes buntes treiben. es gibt auch jeden sonntag einen riesengroßen flohmarkt am isère (Isar) ufer. dort bin ich auch gewesen, weil ich ein fahrrad suchte. meine corridorclique meinte, dass ich dort bestimmt was finde. meist gibt es günstige geklaute räder dort. leider hab ich keins gefunden - nur geklaute ski :-) der tag war echt richtig schön; seit sonntag ist hier ununterbrochen schönes wetter: die sonne scheint, die berghänge sind schneebdeckt, in grenoble sind es weit über 10 grad - ein traum!
am montag ging dann auch die uni los - aber dazu später. am montag hab ich lidl auf dem campus gefunden! hach, die guten deutschen lidl produkte: wasser mit kohlensäure in 1,5 liter flaschen, dreilagiges klopapier (die franzosen haben irgendwie nur einlagiges - pervers :-) und maggi fix. in frankreich gibt es kein knorr oder maggi - die machen alles selber, nix mit knorr fix für paprika sahne hähnchen oder maggi fix für jägerschnitzel. echt scheiße - wie kann man nur so gesund sein! sehr studenten unfreundlich! die supermärkte bei den franzosen sind eh ne sache für sich: es läuft immer so chillige bossanova musik, da bewegt man sich automatisch leicht beschwingt durch die gänge. brot ist echt auch so ne sache... ich habe heute geglaubt ein schönes roggenmischbrot in meinem supermarkt #1 entdeckt zu haben: ein pain de "pique-nique". ich mich voll greut, es daheim aufgeschnitten... scheiße, weißbrot! :-) aber ich gebe die suche nicht auf! und dann sind da noch die kassen.......: ihr könnt euch nicht vorstellen wie "entspannt" diesen kassenfrauen sind: die quatschen jeden an, labern erstmal ein bisschen, kucken sich die einzelnen produkte noch ganz genau an, bevor sie sie übern scanner ziehen, nageln einem noch so'n gespräch ans knie übers wetter... boah, ich hab bisher noch nie unter 15 min an ner kasse gestanden... die gehen so krass ab! der witz ist allerdings: die lahmen kassiererinnen sind bisher nur den deutschen aufgefallen. wenn ich mit jemand anderes darüber gequatscht hab, gings immer: "achja, hm.... findest du das echt langsam?" wohingegen die deutschen sagen:"Jaaa!!! das ist so krass! ich könnt jedes mal ausrasten, bei aldi wären die schon längst geflogen..." krass, ge!
Vorgestern und Gestern war mal wieder "Integre". Diesmal in der Artsbar. Bier 2€ - top! Es war jamsession und es haben ein paar richtig geile musiker gespielt. richtig schöne funk und raggae musik! das war richtig toll! in der bar hab ich dann auch ein paar frz. sprachige canadier kennengelernt, die haben so nen krassen akzent, da kann man dran verzweifeln: jö sa po (für die franzosen unter euch: je sais pas.) echt abgefahren - hab alles probiert, aber auch mit etwas mehr bier konnte ich sie nicht verstehen. der eine hat sich dann noch ne gitarre geschnappt und ein schönes lied von tryo gesungen (hach, franzsika: das wär was für dich gewesen!)
leider war dann auch schon wieder zeitig schluss: die bars in frankreich machen alle um eins (!) zu. die langweiler, ey!
sooooo, und zum abschluss noch ein bisschen was zur uni:
also, von soziologie bin ich bisher etwas enttäuscht - wer braucht bitteschön soziologie der kunst, der musik, des körpers, des alltags, der wahrnehmung.... ich brauch harte fakten, methoden und statistik!
am montag hatte ich allerdings eine sehr tolle vorlesung bei einem deutschen professor, der in frz. unterrichtet. es ging um extremismus und populismus in europa, d.h. warum werden in europa rechte parteien gewählt und warum sind sie in den ländern unterschiedlich erfolgreich? hochinteressant!
morgen hab ich noch arbeitsmarktsoziolgie, ich hoffe mal dass das auch so gut ist. ansonsten bin ich ein bisschen zu den vwl'ern übergelaufen, solidarisierende soziologisch-ökonomische grüße an peter, da die echt ein ganz gutes studienprogramm hier haben.
achja, eine geile story hab ich noch vergessen: am dienstag war einstufungstest für die französischen sprachkurse. es gibt faible, intermediare und avancé. faible ist ein bisschen ein fieser ausdruck für "schwach, flau, kraftlos, schwächlich". naja, ich mir erstmal nix gedacht, schön da reinmarschiert, neben mir saß ne amerikanerin, und der test ging auch schon los. da schiebt die nette frau ne cd in den rekorder und plötzlich hagelt es französisch ohne ende!!! es ging um hörendes verstehen. da habe ich etwas...versagt :-) dann kam der schriftliche teil. man musste fragen aus zu einem frz. artikel beantworten. ich weiß bis heute nicht so ganz worum es in dem text ging - irgendwas mit familien und sport und dicken kindern... irgendwie sowas... egal. dann kam der kreative teil. schreiben sie einen artikel über pro und contra des internets. das ging, ich hatte echt schöne argumente - soziologisch fundiert! top! nur irgendwie hab ich's nur nicht so richtig in der sprache ausdrücken können. ich dacht mir nur so: "naja, die amerikanerin kann das bestimmt auch nicht, welcher ami kann schon französisch reden" und dann gibt die ihren fragebogen natürlich als erste ab. arrrgh! naja, bin ich halt faible. aber ich lerne ja schließlich! das wird schon!

sooooooo, das war mal wieder etwas sehr ausführlich, aber vielleicht hats euch ein bisschen gefallen.
ich hab übrigens seit heute ein fahrrad - ein schönes gelbes, alles drum und dran, reparaturservice inklusive. man kann diese räder für ein semester sehr günstig mieten. ist so ein bisschen "das ding" unter den austauschstudnten - wenn man jemanden mit diesem fahrrad sieht, weiß man sofort: "aaaaah, bestimmt erasmus!"

Na dann, viele Grüße aus der wunderschönen stadt Grenoble, der ich mittlerweile echt ein bisschen verfallen bin,
euer
o.


Nachtrag (25.1.08. 20h48):
ich hab das Video gefunden. Allerdings war die Sache etwas anders: Die Studenten haben gestreikt (gegen die Privatisierung der Uni) und haben die Uni blockiert. Der Direktor des IEP von der UPMF (meine Uni) ist daraufhin mit der Aufhängung eines Mülleimers auf die Studenten los:
http://youtube.com/watch?v=T6yLomO6noE

Dienstag, 15. Januar 2008

Je suis arrivé

Alors mes amis, je suis arrivé en France!
Nun bin ich also hier. Bin am Samstag in Köln gestartet, meine Schwester und meine Mutter haben mich gefahren, mein Vater wollte auch mitkommen, aber er hat sich leider die Achillessehne gerissen und liegt noch bin heute im Krankenhaus. Gute Besserung, Papa!
Der Abschied vom schönen Deutschland und meiner Familie war schon traurig, so richtig realisiert, dass ich jetzt sechs Monate weg bin, hab ich erst, als ich alleine am Gate saß und vor lauter Aufregung ganz viele smsen geschickt habe.
Aber meine Stimmung erhellte sich bald, als eine Touristengruppe aus Köln dort anfing Party zu machen: "Dat is prima, viva kolonia!!!" auch geil:"Renate, der klaus hat mir grad jesacht, dat es im fluchzeuch kein frühstück jibt, hast du schnittchen jemacht?" Kölner fetzen echt ohne Ende! :-)

In Grenoble angekommen hat mich erstmal der Flash getroffen: voll die krass-geilen-hohen-abgefahrenen-verschneiten Berge - überall um die Stadt herum, echt traumhaft!!! Mit meinem fetten Koffer bin ich dann erstmal ins Hostel - das Wohnheim hat nur in der Woche auf und man kann nicht am WE einchecken. Das Hostel lag etqas außerhalb, aber zum Glück sind Bus und Gesindelexpress in Grenoble sehr günstig: 1,30 mit umsteigen, zurückfahren, glücklichsein - top! Das hostel entpuppte sich leider als etwas abfuckt: war mit zwei arbeitslosen, nix gegen AL aber die waren echt kacke, zusammen auf acht qm und der eine hat sich die Nacht erst mal krass einen runtergeholt - hab fast gekotzt und mir die ohropax ganz tief in die ohren gesteckt.
wie auch immer, der nächste Morgen war echt oberkrass: es war sechs Uhr und ich lag wach und hatte so voll die Panikattacke - ich dachte so: Du hast heute Geburtstag bist total allein, musst in diesem bekackten hostel mit diesen Assis pennen, kennst keinen, verstehst nüscht... wie soll ich das hier sechs Monate aushalten. Das war echt richtig hart in dem Moment. Zum Glück habt ihr und meine Familie mir ganz lebe smsen geschickt - das hat mich echt sehr aufgemuntert!!! Vielen lieben Dank dafür, ihr seid toll!!!
Ich bin dann erstmal mit meiner neuen Digicam bewaffnet in die City gefahren um mich ein bisschen umzusehen. Jemand aus dem hostel hat mit empfohlen die "Bastille" zu besichtigen. Das ist eine Art Festung oder Fort (?) aus dem Mittelalter auf ungefähr 500m Höhe. Man kann mit einer Gondel hochfahren, die leider gerade dicht ist. Aber, je suis sportif, bin den Berg hochgelaufen, waren vielleicht 4km. Mir sind viele Spaziergänger und Jogger begegnet, scheint ein sehr beliebtes Ziel zu sein und liegt vor allem mitten in der Stadt an deinem Berg! Cool, ge.
Jedenfalls, ich bin so hochgelaufen, es war echt richtig schön. Die ganze Gegend rund um die Innenstadt ist sonntags herrlich verträumt, die Gebäude sehen aus wie in frz. Filmen - ein Traum. Der Weg nach oben war herrlich gelegen: ganz viele coole alter Häuser mit Gärten. toll! und dieser Blick: je höher man kam, desto schöner die Aussicht auf die Stadt. Ich hab mit meiner Kamera übel geile Fotos und Videos gemacht - so ein bisschen Alpenpanorama-style auf 3sat :-) Nach einer Stunde in ich dann oben angekommen und war total überwältigt von dem Panorama!!! Ein Traum, echt abgefahren!
Nur Berge, überall Schnee. Nachdem ich die Aussicht genossen hatte und mein Heimweh fast vergessen hatte, bin ich wieder runter. Auf nicht mal halben Weg, dachte ich so:"Wo ist eigentlich meine digi?" Ich alles abgesucht, aber nix gefunden. Ich hatte voll den Schock. Bin wieder hochgerannt, jeden gefragt, der mir begegnet ist, aber keiner hatte sie gesehen. Oben auf der Bastille bin ich alles abgegangen, hab jeden gefragt, aber nichts gefunden. Ich war übel fertig, war fast am heulen vor Ärger, hab die scheiß Franzosen und diesen scheiß Berg verflucht. Es war mein Geburtstagsgeschenk und nach nicht mal einem Tag verlier ich sie... War für'n scheiß Tag... Mein Vater und die Clamü haben mir dann ganz liebe Aufmunterungs-smsen geschrieben, dass ich wieder lachen konnte. Bin dann immer noch etwas traurig durch die Stadt gelaufen und mir jeden Winkel im Centre angesehen. Das war richtig, richtig schön! Gegen abend war's auch schon vergessen.
Die letzte Nacht im Hostel war natürlich auch nochmal krass. Gegen 23 Uhr, ich war schon voll am ratzen, klettert einer auf das obere Bett von dieser Vorkriegsware eines Doppelstockbetts. Tja, wir waren dann als zu viert - und alle waren fett am schnarchen. Der perverse Typ hatte natürlich wieder seinen Spaß (ich war nicht beim Bund, vielleicht ist das ja normal - ich hoffe mal nicht), aber ich bin dann um sechs aus dem hostel raus und in mein Wohnheim. Im Wohnheim, es liegt relativ zentral, waren alle sehr, sehr nett! Habe ein 12qm Zimmer bekommen - geht ok. War nicht viel drin, um nicht zu sagen fast nichts, aber es ist echt absolut in Ordnung!
Im Bureau pour des Relations Internationales hab ich dann ne Belgierin kennengelernt. Die gute Kim hat es voll drauf: Sie spricht echt top französisch und wusste Rat auf einige Sachen bzgl. Unikram und Wohnheim. Nach dem Mittag in der RU (Mensa) sind wir erstmal in den Supermarché. Mussten erstmal Großeinkauf machen. J'ai besoin de: Teller, Kopfkissen, Klositz, Lappen, Eimer und Fit waren erstmal das wichtigste :-)
Gegen Abend bin ich dann mit Kim ins EVE, das ist so ne Art coole Studentenbar, läuft immer geile Musik - Prodigy, Radiohead, James Brown und anscheinend auch etliche Konzerte und Partys - sehr geil, zum ersten Mal spürt man was von ERASMUS ;-) HAben noch auf meinen gestrigen Geburtstag mit frz. Bier angestoßen - bisschen wässrig, aber eugentlich ganz lecker - Sterni ist härter ;-)
Die erste Nacht im Wohnheim war echt richtig gut! Hab eins A geratzt! Heute morgen habe ich dann meinen Uni-ausweis beantragt. Ist echt witzig: die Franzosen schieben echt ne ruhige Kugel: Montags haben die echt wichtigen Büros alle keine Sprechzeiten und machen auch erst immer so mittags auf - und auch nur für ne Stunde. Naja, muss man sich eben drauf einstellen.
Der Campus ist echt riesig, man ist zum Teil echt ne Weile unterwegs, aber wenigstens liegt alles zentral an einem Ort und man muss nicht durch die halbe Stadt wie in LE.
Das war erst mal "kurz" mein erster Erfahrungsbericht.
Die Tage werde ich dann auch Internet in meinem Zimmer in meinem Wohnheim haben. Ich hab auch ein Telefon. Ich kann die Nummer ja mal bei StudiVZ reinstellen, aber wir haben ja alle Skype, ge.

Also ihr Lieben, habt nochmal ganz vielen lieben Dank für eure schönen smsen, mails, studivz-nachrichten und pinnwand einträge!!!
Dicken Knutsch an euch alle, ich vermiss euch alle sehr!
Dicken Knutsch,
Euer
o.

PS: Ihr könnt, oder eigentlich müsst ihr, mich alle besuchen kommen
1. Weil ich euch vermisse
2. weil der flug oneway nur 20€ kostet und jeden samstag von köln aus geht
3. weil ihr euch unbedingt diese geile stadt ansehen müsst
4. weil wir hier unbedingt mal skifahren müssen
5. weil ihr bei mir im zimmer im wohnheim pennen könnt (ansonsten kenn ich da auch noch ein hostel ;-)
und 6. weil ich ich mich riesig darüber freuen würde!!!

Salut!

Sonntag, 13. Januar 2008

happy birthday...


auf polnisch: wszystkiego najlepszego! lieber olli wir wünschen dir alles Liebe und viel Glück. Viele spannende Erfahrungen und ganz viel Sonne. Die WG hat heut mit Teechen auf die 23 angestoßen und in Gedanken mit dir gefeiert! Wir hoffen du hast Grenoble schon ein bisschen für dich entdeckt! Das Foto zeigt wie sehr wir dich vermissen ;) Dicker Knutscher von uns!

Donnerstag, 10. Januar 2008

und los...

das urlaubssemster ist genommen. das learning agreement unterschrieben. und ein zimmer auch gefunden. olli sagte heute für ein halbes jahr leipzig ade und steigt in 2 tagen ins flugzeug nach grenoble. bei mir muss der berlin-warszawa-express noch 5 wochen warten. aber ab sofort könnt ihr hier lesen wie olli "la vie en france" genießt und ich mich in der polnischen hauptstadt durchmogel. wir wünschen euch viel spass beim lesen!