
Ist zwar schon ne Weile her, aber ich wollte mnochmal ein bisschen was von meinen Paris-trip im Februar erzählen. Man schreibt ja so nen Blog auch ein bisschen für einen selber, um sich auch ein bisschen an die Erlebnisse zu erinnern.
Wir hatten ja im Februar ne Woche Ferien und jeder überlegte, was man so machen könnte. einige tendierten stark zur normandie, aber das war mir zu historisch und zu intellektuell. und zu teuer. lieber schön in die großstadt. schnell hat sich auch eine gruppe von leuten gefunden, die auch lust auf großstadt hatten: paris! wir, also jasmin, bernd und ich, alle deutsch, daisy aus kanada und victoria aus australien. für paris gabs noch nen anderen coolen anreiz als nur den big-city bonus: simian mobile disco! am 16.2. spielten sie im pariser club showcase: umsonst!!
wir sind mit dem zug gefahren und nach drei stunden kamen wir an. wir hatten für diesen samstag leider keinen hostelplatz mehr gefunden, aber wir hatten nen guten plan: durchmachen!
nach einem fettigen chinesischen essen sind wir zum seine-ufer und haben in herrlichster pariser kulisse am abend schön mit wodkacola vorgeglüht.

das war auch nötig, weil die getränke in dem club sauteuer waren: 10€ für ein glas wein. naja, aber der eintritt war ja umsonst. der club war echt abgefahren: er lag mitten unter einer sehr brühmten brücke in paris (pont alexandre III) im showcase hatten sie unglaublich beeindruckende lichtinstallationen. da kann das centrum oder das kulturbundhaus nicht mithalten ;-)
als vorband haben the whip gespielt. sehr neu, aus UK. eine elektroband - mit gitarren! die waren echt toll und haben mir direkt besser gefallen als smd! sehr coole lieder! sie haben am ende cd's ins publikum geworfen - und wer hat eine gefangen? der fuchs natürlich ;-)
dnanach: smd!

die waren tierisch krass: ein riesengroßer turm an euqipment in der mitte der bühne und zwei typen die ständig um das ding gerast sind und tausend knöpfe und regler bedient haben. hin und wieder hat sich einer zum publikum gedreht und sich feiern lassen. die lichtshow war vielleicht noch abgefahrener als die musik. ich hatte bestimmt ein drittel des konzerts die augen zu, weil einen die 1 million kilowatt aus den glühbirnen von strovoskopen und lasern sonst weggeflasht hätten.
hinterher war noch dj-set. um fünf war so allgemeines aufbrechen. wir sind dann durch paris, am louvre vorbei und haben crêpes gegessen (diese buden haben echt 24/7 auf - allerdings sind die typen, die man nachts halb sechs dort trifft echt gruselig) wir sind dann richtung bhf wo wir unser gepäck verstaut hatten und haben uns noch für zwei stunden in café am bhf gehangen bevor wir dann ins hostel sind. wir mussten noch bis mittag durchhalten bis die uns in die zimmer gelassen haben, aber wir konnten im tv-raum pennen. das war ein langer tag...
an dem sonntag sind wir noch zu sacre coeur und montmatre - das lag gleich um die ecke. top lage für schmales geld, 14€ die nacht. wir mussten zwar jeden tag die zimmer wechseln aber so hatten wir immer frische bettwäsche. auf montamtre hab ich mir dann noch ein hemd in nem second hand shop gekauft.
abends waren wir lecker indisch essen. das war toll: zum ersten mal richtig gutes vegetarisches essen! die franzosen habens nicht so mit ohne fleisch - reine fleischfresser.
nächsten tag haben wir touritag gemacht. notre dame, champs eylsee, tryumphbogen. echt toll, wir hatten auch super sonniges wetter - auch wenn es in paris wesentlich kälter war als in grenoble. wir sind dann noch auf einen markt, wo man klamotten und allerlei tand und nippes und antiquarisches in großen passagen kaufen konnte. dort hab ich mir die weiße sonnenbrille gekauft. es war ein sehr hippes viertel und neben montmatre auch das einzige wo ich mir ernsthaft vorstellen könnte zu wohnen. montmatre ist sogar bezahlbar: victoria, die australierin, hat drei monate in paris gelebt und gearbeitet. und sie hat in montmatre gewohnt - in einem studio wie man hier sagt, für schlappe 300€.
abends sind wir sind dann spontan zum eiffelturm und sind mit dem lift hochgefahren - das war toll! paris bei nacht!

zurück sind wir mit der metro, wir haben allerdings die falsche bahn erwischt und waren plötzlich außerhalb von paris... zum glück konnten wir noch die letzte bahn erwischen, sonst hätten wir echt ein problem gehabt, immer das gleiche mit paris und den bahnen... ;-) die nacht im hostel war krass: bernd und ich haben in einem zimmer mit 13 (!) anderen leuten geschlafen. mit dabei fünf übelst straffe italiener, die noch ein bisschen rumgelabert haben. die heizung ist die ganze nacht durchgelaufen, boah war das ne heftige nacht.
am dienstag sind wir nochmal zum sacre coeur und haben dort auf der wiese vor der kriche gefrühstückt. richtig französisch, mit baguette, fromage und ein bisschen sekt.

dann gings zum centre pompidou, einem sehr schönen viertel mit vielen tollen geschäften: shopping! ich war in nem frz h&m und dann noch in ein paar second hand läden. hab gut zugeschlagen! das war ein sehr schöner tag: schön sonnig. in dem viertel gab es eine schlittschuh-feld wo die ganzen pariser styler rumgefahren sind. die mädels sind dann noch in ein museum und bernd und ich sind dann noch ein wenig durch das luxusviertel von paris spaziert: krawatten für 300€... unnormal.
abends waren wir noch äthiopisch essen. die restaurant kultur in frankreich fetzt: man kann ganz normal ein gericht bestellen oder man nimmt ein platte für 15€, die ist übelst groß und reicht locker für zwei. so kann man locker für 10€ in restaurant zum essen gehen. äthiopisch war interessant: man ist mit den händen. es gibt so sauerteigfladen, die man in verschiedene soßen tunkt oder mit beilagen belegt. sehr lecker und üppig!
mittwoch gings zurück. wir hatten allerdings ein bisschen panik, weil wir leicht spät dran waren. fünf mintuen vor offizieller abfahrt saßen wir auf unseren plätzen. immer dieser stress. den hätte man sih gar nicht machen brauchen, denn: wir sind ja in frankreich - die bahn ist erst ne viertel stunde später losgefahren. auf die franzosen ist eben verlass ;-)
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